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Im Westen viel Neues

Vorträge

VS Nüziders
Podiumsdiskussion

15. September 2021, 19:00 bis 21:00 Uhr, im Architekturzentrum Wien

An der Vorarlberger Baukunst herrscht ungebrochenes Interesse. Das demonstrieren zwei Publikationen, die heuer in Kooperationen des Az W mit dem vai und dem vorarlberg museum erschienen sind und im Rahmen eines inhaltlich verdichteten Abends präsentiert werden.

Die beiden Bücher „Rudolf Wäger. Baukünstler 1941–2019“ und „C4 Architekten – Fohn + Pfanner + Sillaber + Wengler“ schließen eine Lücke in der Aufarbeitung der österreichischen Architekturgeschichte, insbesondere der Vorarlberger Erfolgsgeschichte. Den im Rahmen unserer Vorarlberg-Ausstellung (2019/2020) angestoßenen Generationendialog inhaltlich weiterführend, diskutieren die Autorinnen gemeinsam mit dem Architekturkritiker und -publizisten Otto Kapfinger sowie dem Vorarlberger Architekten Matthias Hein die damalige Bedeutung der Baukünstler und deren Relevanz für eine heutige Generation.

Begrüßung:
Angelika Fitz, Direktorin Az W

Gäste:
Martina Pfeifer Steiner, Architekturpublizistin
Marina Hämmerle, Baukulturexpertin
Ingrid Holzschuh, Architekturhistorikerin
Otto Kapfinger, Architekt, Autor und Publizist
Matthias Hein, Architekt

Moderation:
Sonja Pisarik, Kuratorin Az W

Karl Sillaber und C4 Architekten
Neues Bauen in Vorarlberg und Tirol
1960-1979

Ausstellungen

I3 C6042
NEU ERÖFFNET

03. Juli 2021 bis 09. Jänner 2022, im Vorarlberg Museum, Bregenz

Kuratorisches Konzept und Umsetzung

im Auftrag des Vorarlberg Museum

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe C4 Architekten – Max Fohn, Helmut Pfanner, Karl Sillaber und der Tiroler Friedrich Wengler – gelten als Pioniere des neuen Bauens. Ihr erstes Projekt, die Volksschule Nüziders (1960–63), ist ein Schlüsselwerk des modernen Schulbaus in Vorarlberg, auf das weitere Schulbauten folgten (Volksschule Hasenfeld/Lustenau, HAK Bregenz, Hauptschule Nenzing). Weniger bekannt sind die Ein- und Mehrfamilienwohnhäuser, Büro- und Gewerbegebäude sowie Frei- und Hallenbäder, die in der gemeinsamen Schaffensperiode von 1960 bis 1979 in Tirol und Vorarlberg entstanden. Sie alle sind wichtige Zeugen moderner Architektur und werden in der ersten monografischen Ausstellung über das Werk der C4 Architekten und im begleitenden Katalog präsentiert.

Ausstellungsgestaltung: Robert Rüf

Grafik: Larissa Cerny

C4 Architekten
Neues Bauen in Vorarlberg und Tirol
1960-1979

Publikationen

Titel
NEU ERSCHIENEN

Ingrid Holzschuh (Hg.)

Der Wirtschaftsaufschwung der Nachkriegszeit förderte in Vorarlberg öffentliche Bauaufgaben, und das Wettbewerbswesen etablierte sich zusehends. Jungen Architekt*innen gelang es so, ihre Konzepte moderner Architektur umzusetzen. Unter ihnen die Architektengemeinschaft C4, bestehend aus Max Fohn, Helmut Pfanner, Karl Sillaber und Friedrich Wengler – sie gilt als Vorreiterin des neuen Bauens im Westen Österreichs, ihre Volksschule in Nüziders (1960–63) als ein Schlüsselwerk des modernen Schulbaus. Von 1960 bis 1979 entstanden neben Schulen auch Ein- und Mehrfamilienhäuser, Wohnbauten, Büro- und Gewerbegebäude sowie Frei- und Hallenbäder. Die Architekten von C4 zählen zur ersten Generation der „Vorarlberger Baukünstler“, die mit ihrer Architektur wichtige Impulse für eine Veränderung in der Baukultur setzten und deren Werk nun erstmals in dieser Publikation gesammelt dokumentiert wird.

Gestaltet von Nina Sturn

2021. 252 Seiten, mit farbigen Abbildungen

ISBN 978-3-0356-2461-8 Deutsch

Birkhäuser Verlag